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Ladungssicherung nach VDI 2700: Physik schlägt Bauchgefühl

Eine Tonne Ladung entwickelt bei einer Vollbremsung aus 80 km/h Kräfte, gegen die kein Muskel und kein „das hält schon“ ankommt. Ladungssicherung ist deshalb keine Erfahrungssache, sondern angewandte Physik — und rechtlich klar geregelt.

Wer haftet, wenn es rutscht?

§ 22 StVO nimmt gleich mehrere in die Pflicht: den Fahrer, den Verlader und den Fahrzeughalter. Bei einem Unfall durch mangelhafte Sicherung drohen Bußgelder, Punkte und strafrechtliche Konsequenzen — die Verantwortung lässt sich nicht auf eine Person abschieben. Die VDI-Richtlinie 2700 „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ gilt dabei als anerkannte Regel der Technik, an der Gerichte und Kontrollbehörden Maß nehmen.

Die Kernthemen der Qualifikation

  • Physikalische Grundlagen: Massenkräfte, Reibung, Kippkanten
  • Formschluss und Kraftschluss — und wann welcher Weg der richtige ist
  • Zurrmittel richtig auswählen, anwenden und ablegereif erkennen
  • Lastverteilungsplan und die Grenzen des Fahrzeugaufbaus

Praxis-Tipp

Die meisten Beanstandungen bei Kontrollen betreffen nicht fehlende, sondern falsch angewendete Sicherungsmittel: zu wenige Zurrgurte, falsche Winkel, beschädigte Kantenschoner. Wer die Rechenwege einmal verstanden hat, sichert schneller und richtig.

Passender Online-Kurs: Ladungssicherung VDI 2700ff — für Fahrer, Verlader und Verantwortliche.

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